Dead Nation – Review

Ein guter Koop-Modus, viele Waffen, Blut und unzählbare Massen an Zombies. Das ist Dead Nation! Ein Shooter ohne Story, ohne den Einsatz der grauen Zellen? Was die Zombies mit eurem Gehirn anstellen würden, ist gewiss. Ob ihr es nach dem Spiel noch gebrauchen könnt? Diese und einige andere interessante Fragen haben wir für euch geklärt und versuchen sie in unserem Review zu Dead Nation zu beantworten!

Publisher: Sony

     Entwickler: Housemarque

     Spieler: 1-2

     Multiplayer: Co-op

     Netzwerkspieler: 1-2

     Playstation Move: nicht unterstützt

     3-D: nicht vorhanden

 …

     …

Die Story:

Große Erwartungen braucht man an die Story nicht hegen. Wie fast immer in einem Zombie-Shooter ist es das alte Lied. Eine Seuche, ein Virus ist ausgebrochen und alle Lieben, die unserem Charakter (ihr entscheidet ob Mann oder Frau) etwas bedeutet haben, sind bereits tot. Oder sagen wir: untot. Nur irgendwie sind unsere Protagonisten immun gegen die Seuche, natürlich! Irgendwann geht ihnen das Essen aus und sie müssen losziehen. Gesagt getan. Aufbruch mitten in der Nacht. Vom Dach aus des verriegelten Gebäudes startet man die Odyssee durch tausende Zombies. Am Anfang des ersten Levels bekommt man Schritt für Schritt die Steuerung beigebracht. Von den Dächern aus kann man schon die Massen an Zombies, die unten in den Straßen auf dich warten, erahnen.
Die Steuerung (auf die wir später noch eingehen werden) geht sofort problemlos von der Hand. Mit und mit werden es immer mehr Gegner die nur darauf warten ihre doch nicht ganz so leblosen Kadaver an deinen Hals zu werfen.

Das Festmahl kann beginnen.

Das ganze Gemetzel könnt ihr in insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden angehen. Wobei man zu Beginn erst drei zur Auswahl hat. „Hirntot“ stellt den leichtesten Grad dar bis hin zu „Fies“ welches dem „schweren“ Schwierigkeitsgrad entspricht. Hat man die Kampagne auf Fies abgeschlossen, schaltet sich „Morbid“ frei und mit durchspielen des Selbigen gibt es dann noch den „Untot“ Grad, welcher wohl eine besondere Herausforderung darstellen wird. Es werden nicht nur mehr Zombies, sie werden auch stärker, halten mehr aus und richten weitaus mehr Schaden an. Ihr habt den Zombies aber auch einiges entgegen zu setzen. Zu Beginn habt ihr ein normales Gewehr mit unendlicher Munition. Im Laufe des Spiels schaltet ihr an den Waffen-Shops in den Kontrollpunkten immer mehr Waffen und Upgrades frei. Granatwerfer, Flammenwerfer oder eine Kreissägenschleuder welche direkt ganzen Horde von Zombies halbiert, um nur mal ein paar Waffen zu nennen. Als zusätzliches Bombardiergut warten Granaten, Dynamitstangen oder Molotowcocktails darauf in die Zombiemenge geschleudert zu werden. Auch eure Rüstung könnt ihr nach belieben anpassen, diese müsst ihr allerdings zuerst in den Missionen finden.

Ein Leben zu zweit?

Richtig interessant wird es aber wenn ihr einen Freund einladet und zu zweit auf Zombiejagd geht. Dies könnt ihr entweder online über das PSN machen oder ihr macht es euch zuhause zu zweit auf der Couch gemütlich und spielt auf einem Fernseher den Koop-Modus.
Hier zeigt Dead Nation richtig was es zu bieten hat.
Es bietet sich ebenfalls an die höheren Schwierigkeitsgrade zu zweit anzugehen. Mit der richtigen Taktik, den richtigen Wummen und zwei Gehirnen vorm Fernsehgerät wird es um einiges leichter und vor allem spaßiger als alleine.

Leider ist das ganze Unterfangen zu kurz.
Nach nicht einmal zwei Stunden ist man im Koop-Modus bereits durch und auch alleine braucht man nicht wesentlich länger. Will man etwas mehr vom Spiel haben und nicht sofort durchlaufen, fängt man am besten direkt auf dem „fiesen“ Schwierigkeitsgrad an.

Die Präsentation:

Grafik:
Dead Nation kann zwar nicht mit 1020p auftrumpfen, aber die 720p und die Detailfreude machen das vollkommen wett. Man spielt aus der Third-Person Vogelperspektive. Auch wenn es sich hier „nur“ um einen Download-Titel des Playstation-Stores handelt, so kann sich die Grafik dennoch sehen lassen. Es gibt etliche verschiedene Zombies zu sehen. Die Straßen sind gefüllt mit Leben, oder eher mit dem Tod? Teilweise findet man 30-50 Zombies gleichzeitig auf dem Bildschirm. Dazwischen findet man diverse Gegenstände mit denen man interagieren kann. Unter anderem Autos, in denen meist etwas Geld versteckt ist (womit man sich an den einzelnen Kontrollpunkten mit Waffen und Munition eindecken kann) oder Getränkeautomaten die einem mit letztem „Strom“ ein Gesundheitspaket vor die Füße werfen. Intakte Autos können natürlich auch angeschossen und somit zur Explosion gebracht werden, was meist viele Gliedmaßen durch die Straßen fliegen lässt. Auch die Effekte, wenn eine Horde von Zombies in die Luft gejagt wird, können sich sehen lassen. Man erkennt einzelne Arme und Beine. Schmeißt man Molotowcocktails beginnt die Umgebung an zu brennen und zündet weitere Zombies an, welche in Panik durch die Gegend rennen und eine Feuer-Kettenreaktion auslösen. Ausgeleuchtet wird das nur durch die spärliche Straßenbeleuchtung die teilweise kaputt ist und deine Taschenlampe am Gewehr.
All dies sieht verdammt gut aus. Nur im Online-Koop gab es gelegentliche Ruckler, sobald mehr als 50 Zombies auf dem Schirm waren. Mag aber auch an der Verbindung gelegen haben!

Zwischensequenzen:
Zwischen jeder Mission (übrigens 10 Stück an der Zahl) gibt es eine Sequenz in der die Story etwas voran getrieben wird. Diese Zwischensequenz ist im Comic-Stil gehalten. Sprachausgabe ist in Englisch, was wahrscheinlich auch die beste Wahl war. Untertitel gibt es natürlich in Deutsch. Mehr Worte braucht man hier nicht verlieren.

Musik / Sound:
Wieder einmal sind es die Musik und in diesem Fall vor allem die Umgebungsgeräusche die einen Großteil der Stimmung ausmachen. Die Musik hält sich etwas im Hintergrund, während man die vollen Umgebungsgeräusche mitbekommt. Diese sorgen nicht selten für einen beachtlichen Gruseleffekt. Man bekommt die volle Bandbreite ab: Das Knistern der lodernden Flammen eines ausbrennenden Autos, die Schreie der Zombies oder das Bersten eines einstürzenden Gebäudes. Alles passt!

Alles in allem sieht Dead Nation verdammt gut aus, hört sich richtig gut an und hat verdammt viele Zombies! Was will man mehr?

Die Steuerung:

Die Steuerung wird einem im Laufe des ersten Abschnittes im Spiel erklärt und geht sofort locker von der Hand. Mit dem linken Stick steuert man den Polygonhelden, während man mit dem rechten Stick zielt und auf Druck die ausgewählte Waffe nachlädt. Die Restliche Steuerung verhält sich wie bei jedem anderen Shooter auch. Über das Steuerkreuz wählt man die Waffen und Gadgets aus und mit den Schultertasten schießt man und führt sämtliche Attacken aus. Attacken hat unser Held genug im Gepäck. Ob ein normaler Nahkampfangriff mit dem aufgesteckten „Messer“ auf der Waffe, einem Ansturm in die Zombiemassen oder einem gezielten Schuss durch den leeren Kopf des Gegenübers. Je nach ausgewählter Waffe gibt es verschiedene Spezialattacken.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Zombiegemetzel ohne große Story. Aber mal ehrlich. Braucht es bei einem solchen Spiel eine Story? NEIN! Hier findet man alles was das Herz begehrt. Zombies, Zombies und noch mehr Zombies. Wenn das ganze dann auch noch so gut aussieht und so viel Spaß macht, dann ist ein Kauf wirklich lohnenswert.

Pro:

– tolle Optik

– stimmiger Sound

– massig Zombies !!!

– Co-op Modus !!!

Contra:

– dürftige Story

– auf „leicht“ ist man zu schnell durch

geschrieben von: CV

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Veröffentlicht am Juni 17, 2011, in News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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